Blick hinter die Kulissen von Papas Kriege

Auf der ersten Probe wirbeln deutsche, französische, polnische und englische Sätze durch den Raum, während sich die drei Schauspieler, der Regisseur, die Dramaturgin, der Sounddesigner und die Produktionsassistentin an einen Tisch begeben.

Teilweise sehen sich die Künstler aus Deutschland, Frankreich und Polen zum ersten Mal, aber schnell wird klar: Sie verstehen sich auf Anhieb. Vor ihnen ausgebreitet liegen Briefe, Tagebücher und Fotos aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg aus allen drei Ländern. Matthias Kuchta, der Ideengeber, und Katja Lillih Leinenweber, die künstlerische Leiterin der neanderland BIENNALE, haben mit Hilfe von französischen und polnischen Partnern sowie aus dem Familienarchiv der Familie Kuchta Material zusammengetragen, das es nun zu sortieren gilt. Natürlich gibt es Sprachbarrieren, aber wo Worte nicht weiterkommen, spielt man sich die Ideen mit viel Körpereinsatz vor. Im Laufe der ersten Probenwoche entstehen aus Improvisationen Theaterszenen, die in den noch folgenden Proben verfeinert werden. Wenn das Stück am 24. Juni in Heiligenhaus zur Uraufführung kommt, werden mehr als zwei Jahre Ideensammlung, Recherche und Wochen intensiven Austausches und Probens hinter den Künstlern liegen. Das Stück wird drei Mal im Kreis Mettmann gezeigt und reist für Gastspiele nach Polen und Frankreich.

Veranstaltungstermine

24.06.17 Papas Kriege HEILIGENHAUS

30.06.17 Papas Kriege HILDEN

03.07.17 Papas Kriege ERKRATH-HOCHDAHL